Interview Corina Stegemann (ehemalige Studentin)

«Ich konn­te in mei­nem Tem­po stu­die­ren, wann ich woll­te. Und das sogar neben mei­nem 100 % Job»

In die­ser Inter­view-Rei­he spre­chen wir mit Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten von eFach­aus­weis über ihre Erfah­run­gen wäh­rend des Stu­di­ums. Cori­na Ste­ge­mann ist erfolg­rei­che Absol­ven­tin des Lehr­gan­ges als Betrieb­li­che Men­to­rin.

Hal­lo Cori­na – schön nimmst Du Dir Zeit für uns. Erzäh­le uns kurz, was du beruf­lich machst.
Ger­ne. Ich bin seit der Leh­re im HR. Zuerst als HR Assis­ten­tin, Sach­be­ar­bei­te­rin HR, HR Fach­frau – da habe ich den eid­ge­nös­si­schen Abschluss – und aktu­ell arbei­te ich in der HR Bereichs­lei­tung des Spi­tals Linth in Uznach. Ich kom­me aber ursprüng­lich aus der Indus­trie, was mir auch sehr gut gefiel, da man näher an den Men­schen ist. Das ist ohne­hin der Teil im HR, der mir am liebs­ten ist. Mit­ar­bei­ter zu stär­ken, zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen in ihrer Ent­wick­lung. Da braucht es auch eine Por­ti­on Psy­cho­lo­gie, was letzt­lich mein Inter­es­se geweckt hat, nach einer Aus­bil­dung zu suchen, wel­che mir in die­sem Bereich neu­es Wis­sen ver­mit­telt.

Du nahmst also eine Wei­ter­bil­dung als Betrieb­li­che Men­to­rin in Angriff.
Die Aus­bil­dung zur Fach­frau HR hat­te ich 2019/20 abge­schlos­sen. Ich arbei­te wie gesagt extrem ger­ne, brau­che aber auch Abwechs­lung, möch­te mei­nen Hori­zont stän­dig erwei­tern. Also dach­te ich mir: “28 ist ein gutes Alter, um etwas Neu­es anzu­pa­cken.” Und da ich wuss­te, dass ich etwas machen möch­te, wo ich mei­ne Stär­ken ein­set­zen kann – ich bin ziem­lich empa­thisch und kann Men­schen gut auf ihrem Weg unter­stüt­zen und sie beglei­ten – bin ich auf die Aus­bil­dung als Betrieb­li­che Men­to­rin bei eFach­aus­weis gestos­sen. Und das, obwohl ich ursprüng­lich an eine Aus­bil­dung mit Prä­senz­un­ter­richt gedacht hat­te, weil ich mich wie gesagt ger­ne mit Men­schen aus­tau­sche. Aber irgend­wie habe ich mich dann doch ent­schie­den, ein­fach mal etwas Neu­es aus­zu­pro­bie­ren und ein Online-Stu­di­um aus­zu­pro­bie­ren. Ohne noch zu wis­sen, was mich erwar­tet.

Was ist pas­siert?
Kurz nach Beginn des Stu­di­ums wur­de ich schwan­ger… Und da war die Fle­xi­bi­li­tät des Stu­di­ums dann natür­lich geni­al. Ich konn­te ganz nach Belie­ben dann ler­nen, wenn es mir zwi­schen Arbeit und Müdig­keits­pha­sen gera­de pass­te.

Was hast Du am Ler­nen mit eFach­aus­weis beson­ders geschätzt?
Wie gesagt: Ich konn­te in mei­nem Tem­po stu­die­ren, wann ich woll­te. Und das sogar neben mei­nem 100 % Job, plus Schwan­ger­schaft. Die­se Fle­xi­bi­li­tät war sicher auch ein Gedan­ke bei der Ent­schei­dung für eFach­aus­weis. Zumal es mir ja pri­mär um das Wis­sen, den Lern­in­halt geht und nicht um den Ort der Aus­bil­dung. Als Glar­ne­rin bin ich aus­ser­dem auch nicht gera­de um die Ecke zu Zürich, Luzern, Bern oder Basel, wes­halb mir ein orts­un­ab­hän­gi­ges Online-Stu­di­um eben­falls will­kom­men war. Also habe ich die Chall­enge ange­nom­men und es auf die­sem Weg pro­biert.

Wie hast Du Dir das Ler­nen ein­ge­teilt?
Ich konn­te am Arbeits­platz ein Sit­zungs­zim­mer benut­zen, was in mei­ner Situa­ti­on – auch mit der Schwan­ger­schaft – natür­lich ide­al, weil super fle­xi­bel war. So konn­te ich gemäss mei­nem Lebens­lauf Zei­ten wäh­len, an denen ich gelernt habe. In der Regel habe ich jeden zwei­ten Frei­tag einen hal­ben oder gan­zen Tag frei genom­men, um zu ler­nen. Das hat gereicht.

Aber man muss wis­sen: Die Inhal­te sind sehr breit und aus­führ­lich. Wenn man sich alles bis ins Detail anse­hen möch­te, bedeu­tet das einen sehr gros­sen Auf­wand. Weil ich aber schon viel Berufs­er­fah­rung mit­ge­bracht hat­te, konn­te ich mich ein­fach auf all die Berei­che ver­tieft kon­zen­triert, die neu waren, oder die ich spe­zi­ell auf­fri­schen woll­te. Das hat die Stu­di­en­zeit ein wenig ver­kürzt. Ich habe schon eini­ge Wei­ter­bil­dun­gen gemacht und weiss des­halb, was ich ler­nen muss oder soll und kann mir das ein­tei­len. Dabei kam es mir natür­lich gele­gen, dass ich bei eFach­aus­weis sel­ber das Tem­po ent­schei­den konn­te. Das ist opti­mal, weil bei vie­len Aus­bil­dun­gen gibt es The­men, die man trotz Vor­wis­sen “absit­zen” muss. Das ist nicht sehr moti­vie­rend. Da ist eben die “Wahl­frei­heit” von eFach­aus­weis defi­ni­tiv ein Vor­teil.

Wenn man aber alles bis ins Detail stu­die­ren möch­te, dann müss­te man schon damit rech­nen, einen gan­zen Tag pro Woche inves­tie­ren zu kön­nen. Das ist dann eine wirk­lich gute Vor­be­rei­tung für die Prü­fung.

Woher wuss­test du, ob das Gelern­te wirk­lich sat­tel­fest war und dei­ne Fort­schrit­te aus­reich­ten?
In die­ser Aus­bil­dung ist das Aus­wen­dig ler­nen von Fak­ten und Daten nicht so zen­tral. Die Prü­fung ist gröss­ten­teils eine the­ma­ti­sche Arbeit (Betrieb­li­ches Men­to­ring), deren Erar­bei­tung sehr auf­wen­dig ist. Die eigent­li­che Prü­fung ist dann die Prä­sen­ta­ti­on der Arbeit und ein anschlies­sen­des Fach­ge­spräch. 

Ein wei­te­rer Teil ist das Beglei­tungs­kon­zept (auch hier schreibt man eine Arbeit) – eben­so mit Prä­sen­ta­ti­on und Fach­ge­spräch. Und der drit­te Teil ist dann die Live-Beglei­tung (Schau­spiel). Da kann dann alles kom­men. Man bekommt ein­fach ein The­ma, wo man ein Coa­ching simu­lie­ren muss und das kann man so ohne­hin nicht im Detail vor­be­rei­ten. Und irgend­wann muss man es ein­fach machen. Ich habe mir des­halb ein­fach mein neu erlang­tes Wis­sen und mei­ne Tools zurecht­ge­legt und gedank­lich vor­be­rei­tet und über­legt, wie ich die­se ein­set­zen möch­te. Danach habe ich ein­fach ver­sucht, die­se Gesprä­che gut zu füh­ren.

Wie hast Du die per­sön­li­che Beglei­tung für die bei­den prü­fungs­re­le­van­ten Arbei­ten erlebt?
Die Beglei­tung bei der Erstel­lung mei­ner Arbei­ten emp­fand ich als sehr wert­voll und ich bekam vie­le gute Inputs und Gedan­ken­an­stös­se. Dafür bin ich sehr dank­bar.

Wem wür­dest du die Aus­bil­dung als Betrieb­li­che Men­to­rin bei eFach­aus­weis emp­feh­len?
eFach­aus­weis ist super für Men­schen mit Selbst­dis­zi­plin, die eine maxi­ma­le Fle­xi­bi­li­tät möch­ten. Oder ein­fach ger­ne von zu Hau­se aus ler­nen. Der Lehr­gang selbst rich­tet sich ins­be­son­de­re an Leu­te mit guten Men­schen­kennt­nis­sen und Empa­thie, die sich für Men­schen inter­es­sie­ren, die offen und kom­mu­ni­ka­tiv sind und gut zuhö­ren kön­nen. Wer so ver­an­lagt ist und ler­nen möch­te, wie sol­che Eigen­schaf­ten am bes­ten ein­ge­setzt wer­den, wird bestimmt viel Spass beim Ler­nen haben.